Startseite > Ausstellungen > Rückschau

 

 

Kamen beim 6. Westfälischen Tag für Denkmalpflege in Herford zusammen: Bürgermeister Bruno Wollbrink (v.l.), Dr. Fred Kaspar, Stiftung Kleines Bürgerhaus, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Sonja Langkafel, Städtisches Museum, Prof. Klaus Selle, RWTH Aachen, und Dr. Markus Harzenetter, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, mit dem Modell der Villa Schönfeld. Foto: LWL/Nieland

 

Kamen beim 6. Westfälischen Tag für Denkmalpflege in Herford zusammen: Bürgermeister Bruno Wollbrink (v.l.), Dr. Fred Kaspar, Stiftung Kleines Bürgerhaus, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Sonja Langkafel, Städtisches Museum, Prof. Klaus Selle, RWTH Aachen, und Dr. Markus Harzenetter, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, mit dem Modell der Villa Schönfeld. Foto: LWL/Nieland

 

 

 

Exkursion von Dr. Barbara Pankoke

Exkursion von Dr. Barbara Pankoke

 

6. Westfälischer Tag für Denkmalpflege in Herford

Am 8. und 9. Mai war der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit seiner Tagung „Denkmalpflege und Stadtentwicklung“ im Daniel-Pöppelmann-Haus zu Gast. Teilnehmer aus den Bereichen Politik, Denkmalpflege, Stadtplanung, Kultur und Architektur kamen zur Abendveranstaltung am Donnerstag und zur Fachtagung am Freitag, um mehr über die Geschichte und die Baudenkmäler der Städte Westfalen-Lippes zu erfahren.

Höhepunkt am Donnerstag war die Verleihung des Preises "scheinbar unscheinbar" an das "Dezentrale Stadtmuseum Warendorf". Dr. Fred Kaspar von der Stiftung "Kleines Bürgerhaus", einer Treuhandstiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, überreichte den Preis, mit dem die Stiftung auf die Bedeutung von nur "scheinbar unscheinbaren" Wohnhäusern wie Mietshäuser, Kotten und Speicher aufmerksam machen will.

Ein eigener Vortrag am Freitag widmete sich dem Tagungsort Daniel-Pöppelmann-Haus. Hartmut Ochsmann vom LWL erläuterte den Zuhörenden die Restaurierung in der Villa. Er ging auch ausführlich auf den Oesterlen-Anbau aus den 1970er ein und hob den harmonischen Zusammenklang mit der 100 Jahre älteren Villa hervor. Abgerundet wurde das Vortragsprogramm mit einem Beitrag von Elke Verfürth, Abteilungsleiterin Bauaufsicht und Denkmalschutz der Stadt Herford. Sie richtete den Blick auf die Rolle der Baudenkmäler in Herford im Kontext der aktuellen Stadtentwicklung: Das Stadtquartier „Bügel“ im Wandel zum „Marta-Viertel“.

Am Nachmittag führten Exkursionen die Tagungsteilnehmer an unterschiedliche Orte in der Stadt Herford. Die Herforder Wallanlage als Spiegel der Stadtentwicklung und das Rathaus mit der Markthalle standen auf dem Programm. Ein Stadtrundgang quer durch die Stadt mit dem Titel „Was die ‚Unordnung der Denkmäler‘ über die Stadtgeschichte erzählt“ zeigte eindrücklich auf, wie verschiedene nicht zu Ende geführte Planungen und widerstrebende Interessen innnerhalb der Bevölkerung zu irritierenden Wegeführungen, Leerstellen und isolierten Denkmalinseln in der Stadt führten. Der Stadtspaziergang illustrierte damit das, was Prof. Selle u.a. am Vorabend ausführte: Viele Stadtplanungen sind zu unflexibel. Ein einmal vom Planer aufgezeichnetes Planungsziel gilt als „heilig“. Einwohnerbedürfnisse werden dabei vergessen und der Einfluss von Entwicklungsdynamiken in einem lebenden, demokratischen Stadtorganismus unterschätzt. 

Noch mehr Infos finden Sie auf der Homepage des LWL.