Jetzt geht´s raus! Mit dem Museum die Natur entdecken…

Für viele Familien gehören Ausflüge in die Natur zum festen Corona-Programm. Im Mai und Juni, wenn viele Pflanzen blühen, ist der beste Zeitpunkt für einen genaueren Blick auf „das Grüne“ ringsum. Denn schnell entpuppt sich eine Wiese im besten Fall als Ansammlung von sehr vielen verschiedenen Gräsern, Kräutern und Blumen. Anhand der Blüten lassen sie sich jetzt besonders einfach bestimmen.
Im Museum zeigen Herbarien – Sammlungen getrockneter Pflanzen – was in und um Herford vor über 100 Jahren gewachsen ist. Da man sich diese Sammlungen gerade nicht anschauen kann, haben wir eine Kopiervorlage für ein eigenes Herforder Herbarium mit unserem Museumsmaskottchen Olga vorbereitet. Sie kann hier/auf der Internetseite des Museums heruntergeladen werden.
Vielleicht wird ja eine dieser Sammlungen genauso berühmt wie das Herbarium von Wilhelm Normann, der über 1000 Pflanzen sammelte und bestimmte. Dieses Stück ist mittlerweile aus dem Herforder Museum nach Münster umgezogen, wo es eingehend erforscht wird.

 

Tipps zum Sammeln der Pflanzen:

  • In Naturschutzgebieten sollen sich nicht nur Menschen, sondern auch Pflanzen und Tiere erholen können. Dort darf nicht gesammelt werden. Auch geschützte Pflanzen dürfen überall stehen bleiben.
  • In einem Herbarium werden normalerweise wild vorkommende Pflanzen gesammelt. Also passen Garten- und Balkonpflanzen eigentlich nicht in diese Art der Sammlung.
  • Die gesammelten Pflanzen sollten sofort nach dem Spaziergang getrocknet und gepresst werden, so bleiben sie auch nach dem Trocknen gut erkennbar.
  • Die Pflanzen sollten schon vor dem Pflücken bestimmt werden, dabei helfen ein Bestimmungsbuch oder eine App fürs Handy. Zur Pflanze legt man einen Zettel mit dem Standort oder macht ein Foto mit Standortnachweis. Der Ort ist vielleicht später einmal wichtig, wenn es darum geht, eine besondere Pflanze im nächsten Jahr oder in zehn Jahren wieder finden zu können. Er wird auch im Herbarium eingetragen.
  • Für die Trocknung kann man die Pflanzen flach zwischen Papier oder Pappe legen, z.B. in ein altes Telefonbuch. Wichtig ist es, ein Gewicht darauf zu legen (z.B. noch mehr Bücher…), damit die Pflanzen gut gepresst werden. Sie trocknen dann schneller, wellen sich nicht und lassen sich deshalb besser aufkleben
  • Wenn man die Pflanzen genauer kennen lernt, entdeckt man tolle Eigenschaften: Aus manchen Pflanzen kann man Stoff (z.B. Flachs, Hand, Brennnessel) herstellen, mit anderen Stoffe färben (z.B. Akelei, Färberwaid, Zwiebeln). Aus wieder anderen kann man Tinte (z.B. Eichengalläpfel, Walnuss) rühren oder Waschmittel (z.B. Seifenkraut, Efeu) kochen. Manches davon haben wir schon im Museum ausprobiert. Und wir freuen uns darauf, Euch und Sie dazu sicher bald wieder einladen zu können!

 

Den Umschlag als PDF herunterladen und selbst ausdrucken

Die Einlegeseite als PDF herunterladen und selbst ausdrucken

 

 

 

 

 Herbarium Umschlag

Der Umschlag des Herbariums

 

 

Herbarium Einlegeseite

Eine Einlegeseite des Herbariums