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Aktuelles

 

Seit dem 19.08.2021 ist die stadtgeschichtliche Ausstellung des Museums geschlossen. Jetzt wird die Sanierung des Obergeschosses der Villa vorbereitet.

Bevor die Sanierung beginnen kann, sind viele bauvorbereitende Arbeiten zu erledigen: Vor allem aber müssen zunächst die Exponate aus der Dauerausstellung in Sicherheit gebracht werden. Damit sie Baustaub und wechselnden kilmatischen Bedingungen nicht ausgesetzt sind, wird gerade alles gut verpackt und ins Depot gebracht. Damit jedes Stück die richtige Verpackung erhält und die konservatorischen Bedingungen auch auf dem Transport eingehalten werden, kümmern sich Restauratorinnen um den Umzug.

 

Das Museum trauert um Dr. Rainer Pape

Als erster hauptamtlicher Leiter prägte Dr. Rainer Pape von 1956 bis 1988 die Entwicklung des Städtischen Museums. Er professionalisierte mit den wenigen ihm damals zur Verfügung gestellten Mitteln beharrlich und mit großem Engagement die Arbeit im zuvor ehrenamtlich geführten Museum.

Zu Beginn seiner Tätigkeit stand er vor der Herkulesaufgabe, die durch kriegsbedingte Auslagerung durcheinander geratene Sammlung zu sichten und neu zu ordnen. Gleichzeitig setzte er sich erfolgreich für die umfassende Sanierung der Museumsvilla ein. In dem gründlich renovierten Gebäude stellte er eine neu konzeptionierte Dauerausstellung zusammen, die 1962 feierlich eröffnet wurde. Seinen Rundgang durch die Stadtgeschichte überarbeitete er 1975/76 nochmals, als das Museum mit der Errichtung der modernen Ausstellungshalle eine neue Eingangssituation erhielt. Auch richtete er zu dieser Zeit die Studiengalerie unter dem Dach der Villa ein, in der er zahlreiche stadt-und kulturgeschichtliche Ausstellungen sowie Werke von Künstler*innen aus der Region präsentierte. Die Ausstellungsarbeit begleitete Dr. Pape mit zahlreichen stadtgeschichtliche Publikationen, von denen den Herforder*innen seine „Sancta Herfordia“ von 1979 sowie seine Bildbände am bekanntesten sind.

Die Sammlung erweiterte Dr. Pape um mehr als das Doppelte. Zu den herausragenden Neuerwerbungen seiner Zeit gehört sicherlich das komplette Kupferstichwerk des in Herford geborenen Baumeisters Daniel Pöppelmann. Das Museum verdankt ihm zudem eine beachtliche Sammlung verzierter Architekturfragmente historischer Häuser, die im Rahmen der Stadtumgestaltung nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen wurden. Er sicherte auch Zeugnisse aus der Geschichte der Herforder Schausteller, mit denen er in der Dauerausstellung einen ganzen Raum gestaltete.

Auf allen Feldern der Museumsarbeit, dem Forschen, dem Sammeln und dem Vermitteln, war er mit großem Einsatz unermüdlich aktiv und hat Bleibendes geschaffen.

Dr. Rainer Pape war auch für die Bodendenkmalpflege in der Stadt zuständig. Hier begutachtet er einen Urnenfund.

Ingo Ladleifs Fotografien von 1990 gewähren Einblick in die von Dr. Pape gestaltete Dauerausstellung.