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Sonderausstellung

„Klara und das Wispern der Dinge“

Christine Halm und Monika Vesting

14. März bis 17. Mai 2026

 

Poetische Bild- und Objektwelten zwischen Erinnerung, Sammlung und Neuordnung.

Christine Halm wurde 1955 in Freiberg/Sachsen geboren. Nach einem Studium der Klassischen Philologie arbeitete sie am Westfalenkolleg in Dortmund, dann an der Universität Bielefeld, und zuletzt an einem Gymnasium in Bielefeld. Seit 2002 war sie dort Beratungslehrerin und Systemische Beraterin (DGSF).

Neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Lehrerin war sie immer künstlerisch tätig. Seit 2012 ist sie als künstlerische Fotografin Mitglied im Künstlerinnenforum bi-OWL, gehörte dort seit 2016 dem Vorstand an und war 2021 bis 2023 erste Vorsitzende dieses Vereins. Sie organisierte im Leitungsteam der Künstlerverbände Bielefelds von 2015 bis 2024 alle gemeinsamen Ausstellungen in Leerständen, zuletzt im Kunstforum Hermann Stenner in Bielefeld.

Neben zahlreichen Gemeinschafts- und Gruppenausstellungen stellte sie 2023 als Einzelausstellung „Irreal“ in der Kommunalen Galerie des Kulturamts in Bielefeld aus, welche später auch während der Nachtansichten im Alten Rathaus gezeigt wurde. 2025 wurde sie gemeinsam mit zwei weiteren Künstlerinnen im Rahmen eines Kulturaustauschs mit Italien vom Land NRW gefördert und präsentierte dort an drei Orten in der Toscana die Ausstellung

„Oltre i confini“ („Jenseits der Grenzen“), „Mondi reali e surreali“ („Reale und surreale Welten“).

Seit 2025 ist sie zusammen mit Peter Prestel Fotoredakteurin der Stadtteilzeitung Bielefelds die VIERTEL. Da ihre Liebe außerdem der Musik gilt, tritt sie immer wieder mit drei Opernsängerinnen des Theaters Bielefeld als Sopranistin auf.

2025 erscheint auch ihr Erstlingswerk „Klara“, ein surrealistischer Text mit surrealistischen Fotografien.

„Meine Fotografien erzählen Geschichten, die mit Surrealem Wahres transportieren wie eine Eisenbahn, die durch den Tunnel der Zeit fährt.

Sie stellen sich den Verletzungen, die durch Kriege, Flucht und Vertreibung in der Generation der Kriegskinder und – Enkel entstanden sind und formulieren Fantasie, Kunst und Transzendenz als Wege der Befreiung und Heilung.“

 

Monika Vesting:

n ihrer Archäologie des Alltags geht es Monika Vesting einerseits darum, einen neuen Zugang zu etwas Bekanntem zu finden und andererseits durch Verfremdung vertraute Sehgewohnheiten zu unterbrechen bzw. zu hinterfragen.

Am Anfang ihrer Arbeit steht die Begegnung mit den Dingen, die sie überall im Alltag, in Haushalten, auf Dachböden und in der Arbeitswelt findet und zusammenträgt.

Während des Entstehungsprozesses ordnet sie die Dinge durch Aneinanderreihung, Rhythmisierung und Wiederholung der Einzelelemente zu einem neuen Ganzen. So entsteht ein neues Wahrnehmungsgefüge.

Die innere Ordnung der Dinge wird sichtbar und dadurch für den Betrachter sinnlich erfahrbar.

Sie wendet das Arbeitsprinzip der Aneinanderreihung und Wiederholung ähnlich an, wie es auch in der Volkskunst genutzt wird; eine Analogie zum Ornament ist dabei beabsichtigt. Sammeln und Ordnen als Instrumente der Wirklichkeitsaneignung sind für sie die wichtigste künstlerische Interventionsmöglichkeit.

Vita
Geboren 1957 in Blomberg/Lippe in einer Handwerkerfamilie. Frühe kreative Prägung durch Malen, das Sortieren von Omas Knopfkisten sowie das Sammeln von Muscheln und Blumen.
1975 Umzug nach Bielefeld, Designstudium mit Abschluss als Diplom-Designerin.
Seitdem lebe, liebe und arbeite ich in Bielefeld.
Gründerin der Werkstatt und Galerie Casa Carla
Mitgründerin der Produzentengalerie
Mitglied der Offenen Ateliers
Mitglied BBK

 

Weitere Informationen finden Sie hier: herforder-kunstverein.de

Führungen mit Sonja Ziemann-Heitkemper

Sonntags ab 22. 03. 2026 jeweils um 15.00 Uhr
Preis: Eintritt + 1,50 € pro Person

Führungen für Schulklassen nach Anmeldung

Sonderführungen nach Vereinbarung (kostenpflichtig)

Kontakt/Informationen/Anmeldung

E-Mail: paedagogik@herforder-kunstverein.de

Klara © Christine Halm